Designbüro Held+Team
seit 1997 in Hamburg

Es gibt unzählige Designbüros in Deutschland und Europa. Worin unterscheiden sie sich und warum werden gute zu sehr guten? Ganz sicher ist ein wesentlicher Teil die Gestaltungsqualität der Designer aber auffällig ist auch, dass die sehr guten Designbüros sich oft auf ein Gebiet spezialisiert haben. Im Möbeldesign ist das ebenso üblich wie im Sanitärbereich, bei Industrieprodukten oder Sportartikeln. Explizit kommuniziert wird das von den Designbüros allerdings eher selten – obwohl es doch eine ideale Form der Differenzierung zum Wettbewerb darstellt. Die schlüssige Erklärung: man möchte sich nicht einschränken, um im Zweifel auch andere Inhalte ausführen zu können.

Diese Beobachtung war ein Grundstein für die Entstehung des Designbüros Held+Team 1997 in Hamburg. Die Gründung eines Industrie- und Produkt Designbüros, das sich auf ein Spezialgebiet konzentriert, dort besonders kompetent ist und dies aktiv hervorhebt.
Design für Medizin- und Labortechnik

Bereits Jahre vor der Gründung des Büros entwickelte sich eine Nähe zu Produkten der Medizin- und Labortechnik. Hier entstehen größtenteils innovative, hochwertige und langlebige Produkte. Die Produktentwicklungen sind zwar immer auch mit Einschränkungen verbunden, die durch die Anwendung, die Produktion und die Hygiene entstehen, aber immer sind es sinnvolle Produkte die Menschen dabei helfen, gesund zu werden oder zu bleiben. Diese hohen und z.T. sehr speziellen Anforderungen benötigen ein ausgeprägtes Spezialwissen im medizinischen Design (oder Labortechnik Design): angefangen bei der Anwendung von Produkten, über deren Ergonomie und Usability bis hin zu regulatorischem Wissen. Es ist letztlich wie im Sport: Topleistungen werden nur von Spezialisten erbracht – ein Spitzenruderer wird wohl nie gleichzeitig ein Skifahrer auf Weltklasseniveau sein.
Medizinisches Design

So startete Held+Team mit der Idee, das erste auf medizinisches Design spezialisierte Designbüro in Europa zu werden. In den ersten beiden Jahren gab es hin und wieder noch „fachfremde“ Projekte aber seit der Jahrtausendwende werden alle Umsätze im Geschäftsfeld des medizinischen und labortechnischen Designs erzielt. Dabei hat sich unser Spektrum stetig erweitert. Angefangen mit endoskopischen Instrumenten für Olympus und Home Care Produkten für die Paul Hartmann AG, über Laborprodukte für die Blutanalyse, bis hin zu Herzkathetern und anderen Einmalartikel im Umfeld von Cardio- und Infusionstherapie. Der Umfang und die Bandbreite unserer Kundenprodukte wurden im Lauf der Jahre immer größer, sodass wir heute fast jeden Artikel der im OP oder in einer Intensivstation verwendet wird, für einen Hersteller gestaltet haben (vom Tupfer, über laparoskopische Instrumente bis zur OP Leuchte). Gleiches gilt für das Segment der Laborprodukte bzw. Biotechnologie (von der Pipette, über diverse kleine und große Analysegeräte, bis zur Analysewaagen). In der Produktgestaltung kamen wohl alle Verfahrenstechniken, die heute in der Produktentwicklung eingesetzt werden, zum Einsatz. Auch wurde die gesamte Bandbreite an Produkt-Stückzahlen abgedeckt – von 10 Stück bis 300 Mio. Stück pro Jahr.

Dass die Usability und die Ergonomie im medizinischen Design (und auch im Design der Labortechnik) in den letzten Jahren einen immer größeren Raum in der Projektarbeit einnimmt, hat sicher auch mit unserem Anspruch an Industrie Design in der Medizintechnik zu tun. Denn nur wenn wir ihn bestmöglich erfüllen, kann auch die Gestaltung überzeugen – ansonsten ist sie nur Dekoration die selten einen Mehrwert erzeugt. So werden komplexere Ergonomie-Entwicklungen in Anwendertests (siehe auch Gebrauchstauglichkeitstest) einer kritischen Prüfung unterzogen – oft noch bevor das erste ausformulierte Design einfließt. Selbstverständlich umfasst die Usability und Ergonomie eines Produktes heute auch alles, was sich auf Bildschirmen und Displays abspielt (siehe auch Kompetenzen GUI). Diese Schnittstelle zum Anwender von der eigentlichen Hardware zu trennen halten wir für falsch. Schon 1998 entwickelten wir die Usability und das Skin Design für einen Touchscreen an einem Laborautomaten sowie ein nur auf den ersten Blick simples User Interface für ein Blutzuckermessgerät. Somit waren schon am Anfang die Weichen gestellt, dieses Fachgebiet zum festen Bestandteil unseres Leistungsangebotes zu machen. Heute erzielen wir rd. 30% des Umsatzes mit GUI Entwicklungen, immer integriert in die eigentliche Produktgestaltung.
Markenidentität für Medizin- und Labortechnik

Ebenfalls früh etablierte sich das Corporate Product Design (siehe auch Kompetenzen CPD) als übergreifender Projektinhalt. Markenidentität und -wiedererkennung spielen in der Medizin- und Labortechnik eine tragende Rolle, bei auch hier immer austauschbareren Produktleistungen. Da zudem viele Hersteller in der Medizintechnik ein sehr großes Spektrum an z.T. sehr unterschiedlichen Produkten anbieten, nicht selten hunderte verschiedene Artikel, ist die gemeinsame formale Sprache eine ganz besondere Herausforderung. Eine von uns entwickelte dezidierte Vorgehensweise definiert Merkmale und sichert und etabliert sie im Unternehmen. Mehr als 10 solcher CPD Projekte haben wir entwickelt. Diese begleiten wir fortlaufend über den Zeitraum ihrer Implementierung und Weiterentwicklung meist über viele Jahre – nicht nur in Deutschland oder Europa, sondern auch für Hersteller mit Entwicklungszentren auf der ganzen Welt.
Held+Team Heute

Die visionäre Unternehmensgründung 1997, als erstes auf Medizin- und Labortechnik spezialisiertes Industriedesign Büro, hat bis heute zu einem in Deutschland und Europa führenden Designbüro geführt. 15 angestellte Designer(innen), unzählige realisierte Produkte und über 150 internationale Designauszeichnungen bestätigten unseren Weg. Dass Kunden uns über viele Jahre die Treue halten – nicht wenige deutlich über 10 Jahre – ist ein Zeichen für den nachhaltigen und respektvollen Umgang miteinander und vielleicht auch für die Qualität unserer Arbeitsergebnisse.